Inhaltsverzeichnis

1. 3 Bücher, die für Wirbel gesorgt haben

2. Vorwurf der Verschleppung der Veröffentlichung vor allem der "4 Q-Fragmente"

3. Abwegige Behauptungen über Jesus und die ersten Christen, die sich auf kein Wort der Qumranschriften berufen können

4. Ähnliche Glaubenshaltungen Qumran - Urchristen

5. Inhaltliche und sprachliche Vorprägungen des Christentums in Qumran, die ansonsten kaum zu finden sind

6. Unterschiede und Gegensätze von Qumran und christlichem Glauben

7. Neutestamentliche Handschriften in Qumran

8. Alttestamentliche Handschriften in Qumran


1. 3 Bücher, die in letzter Zeit für Wirbel gesorgt haben

Baigent,Michael/ Leigh,Richard, Verschlußsache Jesus. Die Qumranrollen und die Wahrheit über das frühe Christentum, München 1991

Eisenmann,Robert/ Wise,Michael, Jesus und die Urchristen. Die Qumran-Rollen entschlüsselt, München 1993

Eisenmann,Robert, Jakobus, der Bruder von Jesus. Der Schlüssel zum Geheimnis des Frühchristentums und der Qumran-Rollen, München 1998

Thiering,Barbara, Jesus von Qumran. Sein Leben - neu geschrieben, Gütersloh 1993

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2. Vorwurf der Verschleppung der Veröffentlichung vor allem der 4Q-Fragmente

1. Archäologische Funde gelten oft als Privatbesitz des Forschers, der sie entdeckt oder zuerst damit gearbeitet hat. Aber die in den Sensationsbüchern wegen verzögerter Veröffentlichung angegriffenen Forscher haben die meisten noch nicht veröffentlichten Texte an andere Wissenschaftler zur Bearbeitung weitergegeben.

2. Qumran-Forscher haben meist auch außerhalb von Jerusalem gelehrt.

3. Bis 1967 waren fachkundige israelische Wissenschaftler von der Veröffentlichung ausgeschlossen, weil die Q-Schriften im Rockefeller-Museum im jordanischen Ostteil der Stadt waren.

4. Auch nach 1967 waren israelische Wissenschaftler sehr vorsichtig aus Sorge um internationale Proteste.

5. Einige der Forscher wurden alkohol- und drogensüchtig, was ihre Arbeitsfähigkeit hemmte und sie zum Teil zu abwegigen Ansichten führte, auf denen teilweise die Qumran-Sensationsbücher beruhen.

Aber: Jetzt sind alle Qumrantexte veröffentlicht, auch im Internet: http://www.deadseascrolls.org.il/explore-the-archive Die Sensationsbücher haben auch damals entgegen ihrer Ankündigung kein einziges wirklich neues Fragment veröffentlicht. Bei Erscheinen dieser Bücher waren immerhin schon 80 % aller Schriften veröffentlicht und nicht erst 25 %, wie diese Bücher gegen die Wahrheit behaupten.

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3. Ganz abwegige Behauptungen über Jesus und die ersten Christen, die sich auf kein Wort der Q-Schriften berufen können

Baigent/ Leigh (die schlechte Arbeit und die mangelnde Sachkenntnis der Verfasser zeigt sich auch darin, daß auf Photo 28 hinter Seite 192 Höhle 10 Q mit Höhle 5 Q verwechselt wurde), unterstützt von Eisenmann/ Wise (auch hier liegt ein peinlicher Fehler auf dem 5.Photo hinter Seite 144 vor, wo die angegebene 6 Q nicht abgebildet ist): Jesus war gewalttätiger Revolutionär. Sein Bruder Jakobus war der Lehrer der Gerechtigkeit von Qumran, der Jesu Aufstand gegen die Römer weiterführte. Paulus ist der in den Qumranschriften genannte Frevelpriester , als Kollaborateur der Römer eingeschleust in die Urgemeinde, um Jesu Revolutionstod als Sühnetod umzudeuten und die Revolutionslehre in eine staatlich angepaßte Theologie der Liebe umzudeuten. Daß Baigent/Leigh Phantasten und Scharlatane sind, aber keine ernstzunehmenden Forscher, zeigt sich darin, daß sie zuvor ein Buch über Jesus veröffentlichten (Lincoln/Baigent/Leigh, Der heilige Gral und seine Erben), in dem sie behaupteten, daß Jesus nach der Kreuzigung mit Frau und Familie ins Gebiet des heutigen Frankreich flüchtete und dort Stammvater des fränkischen Merowinger-Geschlechtes wurde.

Thiering: Lehrer der Gerechtigkeit: Johannes der Täufer. Frevelpriester (Gottloser Priester) und Lügenmann (F. und L. wirklich dieselbe Person?): Jesus. Jesus war mit Maria Magdalena verheiratet; sie bekamen 1 Tochter und 2 Söhne. Jesus war nach der Kreuzigung nur scheintot und wurde in der Qumranhöhle 7 Q wieder gesund. Bald darauf ließ sich Maria Magdalena von ihm scheiden. Jesus heiratete danach Lydia in Philippi.

Dagegen: Eine Altersbestimmung der Schriften ergab, daß alle als angeblicher Beweis angeführten Schriften vor dem Auftreten Jesu geschrieben wurden, die meisten sogar 100-150 Jahre früher. Dazu paßt auch die mehrheitlich vertretene Ansicht, daß der Lehrer der Gerechtigkeit als Gründer von Qumran zunächst Hoherpriester in Jerusalem war und dort geistliche Reformen gegen heidnische Einflüsse durchführte, aber 152 v.Chr. abgesetzt wurde und dann die Q-Gemeinschaft gründete.

Mit der Methode der Sensationsbücher kann man alles behaupten, jeden geschriebenen Personennamen auf jede andere Person beziehen. Es handelt sich hier nur um vermutete Wortumdeutungen (so als ob man behauptet, im Märchen sei mit dem Froschkönig eigentlich Martin Luther gemeint).

Wie aus der Luft gegriffen diese Methode ist, zeigt sich daran, daß die 3 Bücher, die die gleiche Aussageabsicht haben, die biblischen Personen ganz anders zuordnen.

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4. Ähnliche Glaubenshaltungen Qumran - Urchristen

1. Jesus - Lehrer der Gerechtigkeit: Ruf zur Buße angesichts des kommenden Reiches Gottes, des kommenden Endgerichts, wodurch der tägliche Lebensalltag der Gläubigen geprägt sein soll.

2. Beide hatten einen 12er-Kreis (wie die Zwölfzahl der Stämme Israels) als Leitungsgruppe. (1 Q S 8,1-4)

3. Die (Einige) Anhänger bilden eine enge, von der Lebensweise der anderen Menschen unterschiedene Lebensgemeinschaft.

4. Gegen den bisherigen jüdischen Brauch wird die Ehelosigkeit als gute geistliche Lebensform von einigen gelebt (Mt 19,10-12) ( 1 Q S).

5. Schon die Leute von Qumran hatten die Erwartung, daß der Messias Tote auferweckt, was Jesus dann wirklich tut. 4 Q 521,1,2 kombiniert im Blick auf die Taten des Messias (wie Mt 11,5//Lk 7,22): Jes 35,5-6 und Jes 61,1 und fügt dann noch die Totenauferweckung hinzu.

(6.Sowohl Jesus als auch die Qumranleute kannten das geistliche Heilen durch Handauflegung (Mk 6,5; 7,32; 16,18; Lk 4,40; 13,13)).

7. Gütergemeinschaft: Jüngerkreis und Urgemeinde (Lk 6,24; Joh 13,29; Apg 2,44f; 4,32-35) (1 Q S 1,7.11-13; 5,2; 6,16-25; 7,6-8).

8. Ein zweiter, äußerer Kreis (Essener außerhalb Qumrans; Lk 8,3; Lk 10,38-42).

9. Die geistliche Familie der Glaubenden ist der natürlichen Familie der Blutsverwandten vorgeordnet: Mk 3,31-35; 1 Q H 4,9.27-28; 9,34-36; 4 Q Testimonia 15-16.

10. Sowohl Jesus als auch die Qumranleute verbieten das Schwören (Mt 5,33-37) (Josephus, Buch: "Über den jüdischen Krieg").

11. Sowohl Jesus als auch die Leute von Qumran verbieten die Sitte, das Geld für die Unterstützung der Eltern selbst zu verbrauchen, weil man es später als religiöses Opfer (Korban) geben will: Mk 7,9-13 und CD 6,15-16; 9,1; 16,14-15.

12. Einige Essener sind vermutlich auch Christen geworden. Dafür spricht auch, daß das Essenerwohnviertel auf dem südwestlichen Zionsberg war und daß eine alte Tradition den ersten Versammlungsort der Urgemeinde auch auf dem Zionsberg nennt (Abendmahlssaal).

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5. Inhaltliche und sprachliche Vorprägungen des Christentums in Qumran, die ansonsten kaum zu finden sind

1. Mt 5,3: geistlich arm ( 1Q M 14,7: òðåé øåçdie Armen des Geistes (= im Geist der Demut leben); 1 Q H 14,3);

2. Lk 1,32: Jesus auf dem "Thron seines Vaters David" (normale Bezeichnung für den erwarteten Messias im damaligen Judentum) "wird groß sein" als "Sohn des Höchsten" (von 2.Sam 7,12-14: Messias als Davidssohn (menschliche Seite) und Gottessohn). Ebenso spricht 4 Q 246 vom Messias, der "groß sein wird" (1,7) als "Sohn Gottes ...Sohn des Höchsten" (2,1). In dieser Qumranstelle wird zum ersten Mal im damaligen Judentum der Messias "Sohn Gottes" genannt.

3. Lk 2,14 "den Menschen seines Wohlgefallens" (1 Q H 4,32f; 11,9; 1 Q S 8,6). 2 und 3 widerlegen die Behauptung, die lukanische Geburtsgeschichte und ihre Worte seien heidnisch-griechisch und nicht jüdisch geprägt.

4. Beide kennen die sehr persönliche Gebetsanrede "mein Vater" für den himmlischen Vater (Mt 26,39) (4 Q 372/1 16).

5. Auch Qumran preist mit denselben Worten wie Jesus die Einfältigen/Unmündigen: Mt 11,25 und 1 Q pHab 12,4-5.

(6. Lk 11,34 "dein Auge böse ist" (4 Q 424 "Mann mit einem bösen Auge" = verschlagener Mensch, der mit Vermögen nicht sorgfältig umgehen kann.))

7. Die Einehe als lebenslange Ordnung wird bei Jesus und in Qumran mit der von Gott in der Schöpfung gegebenen Ordnung begründet (Mk 10,6 und CD 4,20 - 5,2, besonders CD 4,21).

8. Auch Qumran spricht von den 2 Wegen zwischen denen der Mensch wählen muß: Mt 7,13; 1 Q S 3,20-21.

9. Lk 16,8 "Kinder des Lichts": Selbstbezeichnung der Leute von Qumran (1 Q S 1,9; 2,16; 3,13.24.25). (Die Kinder des Lichts (Qumranleute) sollen sich von den weltlichen Dingen (1 Q S 10,19: Gut der Ungerechtigkeit) fernhalten, Jesus aber möchte, daß seine Anhänger diese "klüger", also auch für die Sache Gottes einsetzen (Lk 16,9 (Mammon der Ungerechtigkeit)).)

10. Auch in Qumran wird vom Binden des Starken (des Satans) geredet (Mk 3,27 und 4 Q 532).

11. In Qumran taucht die neutestamentliche Wendung "Moses und die Propheten", die einen wichtigen Teil des Alten Testamentes beschreibt, das 1. Mal überhaupt auf (Lk 16,29.31 und 1 Q S 1,3; 8,15-16).

12 Mk 15,13 "Kreuzige ihn" und Apg 5,30 "an das Holz gehängt" (11 Miqd 64,6ff Todesstrafe durch Hängen an das Holz gemäß 5.Mose 21,22 wird als Kreuzigung bestimmt.)

13. Der Tod des Messias als leidender Messias gemäß Jes 53,12 ist vielleicht in 4 Q 285 4 erwartet. Dies ist aber unsicher, denn å-äîúå
(w-)hmtw kann hier sowohl " sie werden töten (ihn, den Messias)" als auch "er (der Messias) wird ihn töten" heißen. All das zeigt, daß das Neue Testament (NT) keine spätere Erfindung nichtjüdischer Heidenchristen ist, sondern daß das NT und Jesus sehr eng mit dem jüdischen Glauben verbunden waren.

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6. Unterschiede und Gegensätze von Qumran und christlichem Glauben

1. Die Essener erwarteten das Kommen des Messias und des Reiches Gottes in der Zukunft. Der Lehrer der Gerechtigkeit ist keinesfalls der Messias. Der Herr Jesus trat aber mit dem Anspruch auf, daß durch ihn als Messias in der Gegenwart die Endzeit angebrochen ist, daß er der Messias und wahrer Gott ist:
1.1. Er hat Sünden vergeben (Mk 2,7). Nach Qumran aber und nach allgemeiner Auffassung damals darf eben das nur Gott (CD 3,18; 20,34; 1 Q S 2,8).
1.2. Er hat in seiner Person den Anbruch des Reiches Gottes verkündigt (Mt 12,28).
1.3. Er hat die Gebote des Alten Testamentes (AT) verschärft (Mt 5,31-37). Niemand in Qumran, auch der Lehrer der Gerechtigkeit nicht, wurde als Auferstandener verehrt; das wurde erst für die Zukunft erwartet.

2. Der Herr Jesus predigte zwar auch Buße, aber er zog sich nicht aus der Welt zurück, sondern ging in sie hinein. Das ist auch ein Unterschied zu Johannes dem Täufer, den man wohl aufgrund seiner asketischen Lebensweise (Mk 1,6 par) und seines Zurückgezogenseins in der Wüste (Lk 1,80 und 3,2) als Essener einschätzen kann. Für Johannes und für Qumran ist die Wüste Ort der Erneuerung und der Vorbereitung auf die Errettung. So heißt es in 1 Q S 8,13-14 ganz ähnlich wie in den Evangelien: "... um in die Wüste zu gehen, dort den Weg des Herrn zu bereiten, wie geschrieben steht: In der Wüste bereitet den Weg des Herrn, macht eben in der Steppe eine Bahn unserem Gott." (vergleiche dazu Mk 1,3//Lk 3,4-5//Mt 3,3) Aus einem weiteren Grund liegt es nahe, Johannes als einen aus Qumran anzusehen: Von Johannes heißt es in Joh 5,33, daß er die Wahrheit bezeugt hat, und die Qumranleute bezeichnen sich selbst als Zeugen der Wahrheit (1Q S 8,6).

3. Auch in Qumran, z.B. in 4 Q 525, finden wir Seligpreisungen wie in Mt 5,3-12, aber sie haben keinen 2.Teilsatz, der eschatologisch auf die Zukunft bezogen eine Umkehrung der diesseitigen Verhältnisse in einem besseren Jenseits verspricht: Mt 5,8: "Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie sie werden Gott schauen." (4 Q 525, Spalte 2,1f: Selig ist der, der da wandelt mit reinem Herzen ... . Selig ist, ...).

4. Mt 5,43: Feind hassen (1 Q S 1,3ff "alle hassen, die Gott verworfen hat"; 1 Q S 1,10 "alle Finsternissöhne zu hassen, jeden in seiner Verschuldung in Gottes Rache"). Jesus spricht dagegen in Mt 5,44. Mt 5,45 "er läßt seine Sonne aufgehen über die Bösen und die Guten" (1 Q S 1,3ff "Weil er Gute und Böse ... vorherbestimmt hat ... bis zum Gericht und zur endgültigen Scheidung).

5. Nach 1 Q S 3,4.5.9. gab es vielleicht eine Taufe zur Aufnahme, aber diese konnte und mußte dann zur Sündenvergebung in den Mikwes regelmäßig wiederholt werden (1 Q S 2,25ff; 6,13ff; 7,18ff; CD 10,12ff).

6. Das Sabbatgebot: Jesus und die Pharisäer stimmen darin zumindest überein, daß bei man bei Lebensgefahr für Menschen und für Tiere am Sabbat helfen, retten und heilen darf (Mt 12,11 und Lk 14,5). Gegenüber Jesus und den Pharisäern verbietet Qumran das Retten von Vieh am Sabbat grundsätzlich (CD 11,13-14.16); Menschen durften nur unter der Auflage gerettet werden, daß dabei kein Werkzeug verwendet wird, was ja auch wieder Arbeit am Sabbat bedeutet hätte (CD 11,16-17; 4 Q 251,5-7). Jesus unterscheidet sich dann seinerseits von den Pharisäern dadurch, daß er auch nicht lebensgefährliche Krankheiten am Sabbat heilt (Mt 12,9-13 und Lk 14,1-4), weil Gottes Liebesgebot das höchste ist.

7. Die Mahlgemeinschaften in Qumran sind als Nachahmung der Priestermahlzeit nach dem Opfergottesdienst im Tempel zu verstehen. Beim christlichen Abendmahl aber geht es - anders als in Qumran - um das Feiern der unsichtbaren leiblichen Gegenwart Jesu und um die Erfahrung seiner Sündenvergebung.
Beide Mahlgemeinschaften werden aber als Vorwegnahme des Mahles in Gottes neuer Welt gesehen (Mt 26,29par. und Lk 22,30 wie 1 Q S 6,1-6 und 1 Q Sa 2,11-22).

8. Ganz im Gegensatz zur Botschaft Jesu Christi (Mk 10,35-45//Mt 20,20-28//Lk 22,24-27 und Lk 14,7-11 und Mk 12,39//Mt 23,6//Lk 20,46) sind in Qumran an den Tischen die Plätze nach einer Rangordnung (1 Q S 5,23-24; 6,8-9).

9. Im Gegensatz zu Lk 14,21 sind in Qumran (1 Q Sa 2,5-7) die Gebrechlichen von der Volksversammlung ausgeschlossen.

10. Mt 8,11-12 steht im Gegensatz zu Qumran, wo von einem Ausschluß der Heiden aus dem Reich Gottes die Rede ist (1 Q S 4,12-14; 1 Q M 3,9; 9,5-6).

11. Mt 24,26 steht im Gegensatz zur qumranischen Behauptung eines Wüstenzuges in der Endzeit (1 Q S 8,1 - 9,11; 1 Q M 11,9).

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7. Neutestamentliche Handschriften in Qumran

Von O'Callaghan (in: Biblica 53 (1972), S.91-100; Suppl. zu JBL 91 /2, S.1-14 und Aegyptus 56 (1976), S.287-294) nach der Wahrscheinlichkeit geordnet:
1.Tim 3,16 - 4,3 (7 Q 4); Mk 6,52f (7 Q 5); Mk 4,28 (7 Q 6); Apg 27,38 (7 Q 62); Mk 12,12 (7 Q 7); Jak 1,23f (7 Q 8); Röm 5,11f (7 Q 9); 2 Petr 1,15 (7 Q 10); Mk 6,48 (7 Q 15).

Eine kriminaltechnische Untersuchung ergab bei Mk 6,52f (7 Q 5), daß das Wort "ihr (.. Herz", Mk 6,52) nun im griechischen Text sehr wahrscheinich steht. Ein sichtbar gemachter, dritter Strich rechts identifiziert einen Buchstaben als Ν und nicht als Α. Damit stehen in der 1.Papyruszeile die Buchstaben ..ΤΩΝ - können also das Wort ΑΥΤΩΝ bilden. Das Wort passt dann wie die anderen Buchstaben zu anderen Worten von Mk 6,52f: "und", "Gennezareth, "legten an" (Mk 6,53). (7 Q 5 abgedruckt in: Maier,Johann: Die Qumran-Essener: Die Texte vom Toten Meer, Bd.1, München/Basel 1995, S.324) Auch die Überprüfung mit einem Computerprogramm, das alle bekannten Texte der Antike gespeichert hat, ergab als möglichen Text nur Mk 6,52f.

Vgl. auch "Thiede, Carsten Peter: Der Jesus Papyrus,11.Auf. 2007", der ganz ähnlich in einem Papyrus aus Ägypten aus dem Jahre 65 n.Chr. die Verse Mt 26,7-8.10.14-15.22.23.31.33 identifiziert.

Wenn sich herausstellt, daß das Markusevangelium und die anderen neutestamentlichen Texte schon in Qumran bekannt gewesen waren und in einer Höhle gefunden wurden, die vor den herannahenden Römern schon 68 n.Chr. verschlossen wurde, und auch in Ägypten vor dem Jahr 70 n.Chr bekannt waren, dann müssen viele neutestamentliche Schriften viel früher datiert werden und liegen dem Auftreten des Herrn Jesus viel näher, als bisher von der Bibelkritik behauptet. Gegen die Bibelkritik wäre das dann auch ein weiterer Beweis dafür, daß alle Briefe wirklich von den ihnen zugeschriebenen Verfassern geschrieben sind.

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8. Alttestamentliche Handschriften in Qumran

Die älteste Handschrifte des gesamten Alten Testamentes stammte, bevor die Qumranrollen gefunden wurden, aus dem Jahr 1008 nach Christus (Codex Leningradensis).
In Qumran wurden nun neben vielen Bibelfragmenten 2 sehr wichtige Jesajahandschriften gefunden: 1 Q Jes a und 1 Q Jes b. Sie stammen aus dem Jahre 100 v. Chr., überbrücken also einen Zeitraum von bisher unbekannten 1100 Jahren. Sie zeigen an, wie gut der Bibeltext überliefert wurde und da in diesem langen Zeitraum kaum Veränderungen am Text entstanden. 1 Q Jes a hat fast keine Abweichungen zum bisher bekannten Text, 1 Q Jes b nur sehr wenige.
So kann man auch für die restlichen ca. 600 Jahre bis zum Verfasser, dem Propheten Jesaja, von einer sehr guten Überlieferung ausgehen.

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